Weg zur sanften Entbindung

Seit vielen Jahren wende ich im Rahmen meiner Hebammen-Tätigkeit die Akupunktur als Hilfsmittel für eine sanfte Geburt an. Natürlich ist dies kein „Muss“ und keine Sorge – wer ängstlich ist im Zusammenhang mit den feinen Nadeln, dem stehe ich natürlich alternativ odre auch zusätzlich mit homöopathischen Möglichkeiten zur Verfügung. 

Rund ein Drittel aller Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, schwören auf die Akupunktur in der Schwangerschaft, die jahrtausendealte Technik der traditionellen chinesischen Heilkunde. Viele Ärzte und Hebammen haben sich darauf eingestellt. Rund die Hälfte aller gynäkologischen Kliniken in Deutschland bietet heute Akupunktur in der Schwangerschaft an, um Frauen die Geburt zu erleichtern. Denn auch bei uns hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Akupunktur in der Schwangerschaft eine sinnvolle „Medizin“ für werdende Mütter sein kann: Richtig eingesetzt, ist sie arm an Risiken und belastet das Baby nicht.

Seit Jahren gilt die geburtsvorbereitende Akupunktur als wissenschaftlich anerkannte Methode zur Erleichterung der Geburt. Als Teilbereich der Traditionellen Chinesischen Medizin bietet die Akupunktur eine nahezu nebenwirkungsfreie Therapie, weshalb sie besonders in der Schwangerschaft einen hohen Stellenwert einnimmt. So lassen sich zum Beispiel schwangerschaftsbedingte Übelkeit, Wassereinlagerungen, Sodbrennen und einige weitere Beschwerden durch Reizsetzung mit hauchdünnen Nadeln an Akupunkturpunkten effektiv behandeln. Die Nadeln werden an bestimmten Punkten entlang der Meridian-Linien in exakt festgelegter Tiefe eingestochen, um Ängste zu lösen und Schmerzen im Rücken- sowie Lendenbereich zu lindern. Ziel der Akupunktur ist es, durch punktuelle Reize Stauungen und Blockaden zu lösen und die Selbstregulationskräfte des Körpers zu aktivieren.

Die geburtsvorbereitende Akupunktur ab der 36. Schwangerschaftswoche unterstützt die körpereigenen Abläufe zur Vorbereitung auf die Geburt und hat verschiedene positive Effekte, unter anderem verkürzt sie nachgewiesener Maßen die durchschnittliche Geburtsdauer deutlich.

Wissenschaftliche Studien haben außerdem gezeigt, dass die Akupunktur hervorragend hilft, um das Baby bei falscher Lage (z.B. Steißlage) zu drehen. So lässt sich oft ein Kaiserschnitt vermeiden. Die Nadeltherapie fördert  zudem die Geschmeidigkeit im Dammbereich und kann zur künstlichen Auslösung der Wehen angewendet werden, wenn der errechnete Entbindungstermin überschritten ist. Akupunktur lindert die Schmerzen, wenn die Wehen auftreten, verkürzt die Geburtsphasen und regt das Absinken des Babys ins Becken der Mutter an.

Sprechen Sie mich an, wenn Sie sich für den Einsatz von Akupunktur interessieren.